Spessart am 15.05.2020

Spessart am 15.05.2020

In diesem Jahr habe ich echt Glück was das Wet­ter bet­rifft. Ich kon­nte am Fre­itag bere­its zum sech­sten Mal in diesem Jahr zu ein­er Beobach­tungsnacht auf­brechen. Mein Sohn war dies­mal auch wieder mit dabei was mich beson­ders gefreut hat. Im Vor­feld hat­te ich mich bere­its mit Marc zum gemein­samen beobacht­en im Spes­sart verabre­det. Im Laufe des Tages hat sich Ste­fan dann noch gemeldet und sich uns angeschlossen. 

Inspiri­ert von einem Artikel in der Zeitschrift “Astronomie das Mag­a­zin” hat­te ich mir im Vor­feld zwei Kome­ten zum Beobacht­en her­aus­ge­sucht. Außer­dem gibt es im Moment in der Galax­ie M61 eine Super­no­va die ich ver­suchen wollte eben­falls zu beobacht­en. Um 19:30 Uhr am Abend sind wir dann mit voll­gepack­tem Auto Rich­tung Spes­sart gefahren.

Kurz bevor es dunkel wurde sind wir dann am Zielort angekom­men und ich begann direkt mit dem Auf­bau. Nach­dem ich alles aufge­baut hat­te machte ich noch ein paar Fotos und wartete auf die Dunkel­heit. Noch bevor es richtig dunkel wurde kon­nten mein Sohn und ich jedoch schon die Venus beobachten. 

Als näch­stes traf dann Ste­fan ein. Wir hat­ten uns nun auch schon lange nicht mehr gese­hen und haben uns daher auch erst Mal ein biss­chen unter­hal­ten während er seine Aus­rüs­tung auf­baute. Er hat­te heute sein 6 Zoll Refrak­tor Lin­sen Teleskop mit 750mm Bren­nweite und ein Cele­stron C6 152/1500mm dabei. Natür­lich haben wir uns auch in seinen Teleskopen die Venus angeschaut.

Kurz darauf traf auch Marc mit sein­er Frau am Beobach­tungs­stan­dort ein. Nach kurz­er Begrüßung und eini­gen Gesprächen fing auch er damit an seine Aus­rüs­tung aufzubauen.

Das erste Depp­sky-Objekt des Abends war dann, wie soll es auch anders sein, der Kugel­stern­haufen M13 im Stern­bild Herkules. Obwohl es immer noch nicht richtig dunkel war, war er trotz­dem ein schön­er Anblick. Bei unserem näch­sten Objekt M57 habe ich dann meinen Sohn das Teleskop ein­stellen lassen. Mit etwas Hil­fe ist es ihm dann auch rel­a­tiv schnell gelun­gen. Die näch­sten bei­den übungs Objek­te zum Ein­stellen des Teleskopes waren dann noch mal M13 und das Leo Triplett M66. Auch diese bei­den Objek­te kon­nte er mit ein wenig Unter­stützung von mir einstellen.

Im Anschluss daran haben wir uns bei Ste­fan Ha & Chi angeschaut. Stern­haufen waren in seinen Geräten wun­der­schön zu sehen. Zurück am 16er haben wir uns als näch­stes die Whirlpool Galax­ie M51 angeschaut. Wir waren heute sehr deut­lich die Struk­turen zu erken­nen. Da M51 so schön zu sehen war, haben wir uns als näch­stes die Feuer­radgalax­ie M101 angeschaut. Diese war eben­falls sehr gut zu sehen. Den Abschluss am großen Wagen bilde­ten dann noch M81 und M82.

Zwis­chen­zeitlich hat­te Ste­fan an seinen Teleskopen den Nor­damerikanebel eingestellt. Mit ein­er kleineren Optik und ein­er nicht zu starken Ver­größerung ist diese Nebel ein­fach viel schön­er anzuse­hen als im 16 Zoll. Im Anschluss haben wir uns noch M27 den Hantel­nebel bei Ste­fan angeschaut.

Als näch­stes habe ich dann ver­sucht den Kome­ten Panstarrs C2017 T2 zu find­en. Da ich mir im Vor­feld einige Detail Karten aus­ge­druckt hat­te, ist mir das nach eini­gen Minuten auch gelun­gen. Zunächst war ich mir unsich­er ob ich nicht doch eine Galax­ie im Oku­lar habe. Auch Marc und Ste­fan waren sich nicht wirk­lich sich­er ob es sich bei dem Objekt um den Kome­ten han­delt. (Am näch­sten Tag kon­nte ich zu Hause durch einen Ver­gle­ich von Auf­nah­men des Kome­ten die Sich­tung des Kome­ten bestätigen.)

Weit­er ging es dann zunächst mit zwei Kugel­stern­haufen. Der erste war M53 im Stern­bild Haar der Berenike und der andere Kugel­stern­haufen war M10 im Stern­bild Schlangen­träger. Nun wurde es Zeit für den Cir­rus­nebel im Stern­bild Schwan. Auch hier waren an diesem Abend die Struk­turen wun­der­bar zu sehen. Im Anschluss gab es den Kugel­stern­haufen M3 im Stern­bild Jagdhunde. 

Danach haben wir uns bei Ste­fan den Wilden­ten Haufen M11 und den Omeganebel M17 angeschaut. Das sind wirk­lich zwei sehr schöne Objek­te. Die näch­sten Objek­te im großen Dob­son waren dann der Eulen­nebel M97 im Stern­bild großer Bär und der Kugel­stern­haufen M12 im Stern­bild Schlangenträger. 

Nun war die Nacht schon recht weit fort­geschrit­ten sodass die Plan­eten Jupiter und Sat­urn bere­its am Him­mel sicht­bar waren. Mein kleines Mak hat­te ich schon im Vor­feld aufge­baut um die Plan­eten darin zu beobacht­en. Also wech­selte ich nun das Gerät aber die Plan­eten standen noch zu tief und flim­merten stark. Daraufhin habe ich nicht mit dem 16 Zoll Dob­son noch mal im Stern­bild Herkules aufge­hal­ten und dort die Kugel­stern­haufen M13 m92 und NGC 6229 beobachtet.

Da Ste­fan und Marc bere­its zusam­men­pack­en und die Nacht nun ja auch schon fast vor­bei war begann ich eben­falls mein Dob­son abzubauen. Im Anschluss kon­nte ich dann im Mak doch noch die Plan­eten in ordentlich­er Schärfe beobacht­en. Hier­für kon­nte ich auch meinen Sohn, dem mit­tler­weile kalt war und der im Auto gesessen hat­te, noch mal begeis­tern. Danach baute ich auch das Mak ab und wir fuhren nach Hause. Es war wieder mal ein toller Beobach­tungsabend mit toller Gesellschaft.

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