Die Problematik Wettervorhersage
Vrouwenpolder/Zeeland an der Nordsee, Foto: Manuela Schmidt

Die Problematik Wettervorhersage

Jed­er der sich genau­so wie ich gerne die Nächte um die Ohren schlägt, um sich all die fan­tastis­chen Dinge die unser Uni­ver­sum zu bieten hat anzuse­hen, ist auch auf eine vernün­ftige Wet­ter­vorher­sage angewiesen. Nun gibt es ja heute massen­weise optisch  ganz toll ausse­hende Apps für das Smart­phone und unzäh­lige Anbi­eter im Inter­net. Lei­der tau­gen die meis­ten nicht viel, da sie doch recht unge­nau sind. Dazu kommt noch, dass für die Astronomie eine ein­fache Wet­ter­vorher­sage über Sonne und Regen natür­lich nicht unbe­d­ingt reicht. Wer es genauer wis­sen will, ist auch auf die Vorher­sage der Bewölkung in den ver­schiede­nen Höhen angewiesen. 

Ich habe in der Ver­gan­gen­heit bere­its einige Wet­ter­vorher­sagen getestet und bin let­zten Endes auf zwei Anbi­eter gestoßen, die mein­er Mei­n­ung nach die zuver­läs­sig­sten Vorher­sagen tre­f­fen. Diese möchte ich gerne hier vorstellen und auch ver­suchen zu erläutern warum die Vorher­sage bei diesen Anbi­etern eben genauer sind als bei anderen.

Foto: Matthias Schmidt
Für die “nor­male” Wet­ter­vorher­sage habe ich die App von der Web­site wetter.com instal­liert. Nach dem Öff­nen der App erhält man eine schnelle Über­sicht über die aktuellen Wet­ter­ver­hält­nisse im oberen Bild­schirm­bere­ich. Dort wer­den Angaben über die Tem­per­atur, Bewölkung/Sonne/Regen, Wind­stärke und Win­drich­tung angezeigt. Eben­falls wird dort die Vorher­sage für die näch­sten Stun­den einge­blendet. Im unteren Teil des Bild­schirmes wird dann die Vorher­sage für die näch­sten Tage angezeigt. Durch das Antip­pen eines gewün­scht­en Tages wech­selt die Ansicht dann auf eine Stun­denüber­sicht für den gewün­scht­en Tag. Die gesamte Anzeige ist mein­er Mei­n­ung klar und struk­turi­ert und ein­fach zu lesen.

Foto: Matthias Schmidt
Natür­lich ver­fügt die App auch über eine Wid­get­funk­tion. Was mir bei der Wid­get­funk­tion gut gefällt ist die Möglichkeit, durch einen Klick auf die Uhrzeit, direkt zu den Weck­ere­in­stel­lun­gen weit­ergeleit­et zu wer­den.  Durch das Antip­pen der Wet­ter­vorher­sage gelangt man vom Wid­get aus direkt in die Wet­ter­app. So viel erst mal zum Ausse­hen und der Bedi­enung.

Der eigentlich wichtige Punkt für meine Entschei­dung diese App dauer­haft zu benutzen liegt natür­lich in der Genauigkeit der Vorher­sage. Bei einem Vorher­sagezeitraum von 1–2 Tagen liefert der Anbi­eter hier recht genaue Ergeb­nisse. Ich würde die Tre­ff­sicher­heit auf ca. 90% schätzen.  Wer meint 90% ist nicht viel sollte mal einige andere Apps aus­pro­bieren. Zumal die meis­ten Unge­nauigkeit­en die ich fest­gestellt habe immer nur die Menge des Nieder­schlags betrof­fen haben.

Die rel­a­tiv hohe Genauigkeit der Vorher­sage für den Anbi­eter wetter.com liegt darin begrün­det, dass hier mit dem europäis­chen Wet­ter­mod­ell ECMWF gerech­net wird. Das europäis­che Mod­ell hat gegenüber dem amerikanis­chen Mod­ell den Vorteil, dass das Raster für die Berech­nung der Vorher­sage wesentlich klein­er ist als beim amerikanis­chen. Da in Ameri­ka das Wet­ter meis­tens über mehrer hun­derte Kilo­me­ter gle­ich ist macht es nichts, dass dort mit einem größeren Raster gerech­net wird. Des Weit­eren ste­hen dort eher die exak­ten Vorher­sagen für Wirbel­stürme im Mit­telpunkt.

Wer sich etwas genauer mit diesem The­ma auseinan­der­set­zen möchte kann dies unter fol­gen­den Links nach­le­sen:

Artikel vom Stern

Wet­terkanal

Wikipedia

Nun komme ich zum zweit­en Anbi­eter, der auch eine tolle Funk­tion für uns Hob­byas­tronomen bere­it­stellt. Bei Meteoblue gibt es eine spezielle Vorher­sage für Astronomie. Lei­der gibt es hier keine App, aber auch auf dem Smart­phone ist die Seite gut les­bar und mit ein­er Seit­en­verknüp­fung auf dem Home­bild­schirm auch schnell erre­ich­bar.

Foto: Matthias Schmidt
Die Vorher­sage zeigt stun­den­weise die Bewölkung in den ver­schiede­nen Höhen (Low,Middle und High) an und vor allem aber auch einige Werte bzgl. des zu erwartenden See­ings. Hier wird es vor allem inter­es­sant für alle die (so wie ich) eine län­gere Fahrt unternehmen müssen um guten Him­mel zu haben. Wer fährt schon gerne eine Stunde oder mehr, um dann vor Ort fest­stellen zu müssen, dass das See­ing mis­er­abel ist und sich die Fahrt nicht wirk­lich gelohnt hat. Meteoblue zeigt hier drei Werte (arc.sec, Index1, Index2) an von denen der wichtig­ste der Wert “arc.sec” ist. Zunächst aber noch mal eine kurze Erk­lärung zu den bei­den Index Werten. Diese bei­den Werte zeigen die, durch zwei ver­schiedene Mod­elle, berech­nete Luft­trübung an. Die Luft­trübung ist eine Aus­sage über die Sicht durch den klaren Anteil der Luft. Der Index 2 zeigt das Luft­flim­mern auf­grund von Tur­bu­len­zen an, da er mehr Gewicht auf Dicht­eschwankun­gen legt.

Der Wert arc.sec ist das Maß für die Bil­dun­schärfe durch die Luftun­ruhe und ist in Bogensekun­den angegeben. Er wird bei Meteoblue aus Index1 und 2 sowie den bad-lay­ers berech­net.  Hier sind alle Werte unter­halb 1,5 schon wirk­lich gut. Rutscht der arc.sec. Wert sog­ar unter 1 ist mit fabel­haftem See­ing zu rech­nen. Natür­lich ist ein guter See­ing-Wert bei arc.sec. keine Garantie für gute Sicht. Sind näm­lich Wolken vorherge­sagt nutzt einem das errech­nete See­ing in der restlichen klaren Luft her­zlich wenig. Aus diesem Grund sind die Werte immer gemein­sam zu betra­cht­en.  

Bish­er haben die Vorher­sagen bei Meteoblue in den meis­ten Fällen ges­timmt. Ich nutze immer bei­de Anbi­eter (wetter.com & meteoblue) um zu entschei­den ob ich in der Nacht raus­fahre oder nicht. 

Was ich auch noch ganz prak­tisch finde bei Meteoblue sind die Angaben über die Sicht­barkeit vom Mond und unseren Plan­eten.

Bildquellen

  • Wetter14TagePro: Matthias Schmidt
  • WidgetWetter14TagePro: Matthias Schmidt
  • Mete­blue: Matthias Schmidt
  • Nord­see: Manuela Schmidt
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